Samstag, 19. September 2009

unwetterwarnung fuer ulaan baatar


da war ich wohl doch zu schnell - von wegen hier ist der himmel immer blau.
es schneit!
temperatursturz von bequemen 26 grad auf minus 3 - die mongolei dreht durch, angeblich steht uns das schlimmste septemberwetter seit 15 jahren bevor und sogar mobilfunkanbieter warnen ihre kunden per sms davor, dieses wochenende aus dem haus zu gehen (und empfehlen, mit freunden und familie doch lieber zu telefonieren... )
ich hab es mit meinen 5 volunteer-kolleginnen immerhin bis ins dinosaurier-museum geschafft, aber jetzt verkruemeln wir uns mit unseren vorraeten in den geheizten plattenbau, wo wir mit 4 mongolischen studentinnen eine kahle zweiraumwohnung behausen. matten gibt es, schlafsaecke haben wir, und der einen kochplatte konnten wir gestern schon spagetti bolognese entlocken. was mir auch nicht so klar war: workcamp kommt vom camping.
gutgelaunt und ein bisserl angefroren :-)

Mittwoch, 16. September 2009

mongolei - ulan baatar und drumherum

"wer sich beeilt, friert" sagt ein mongolisches sprichwort - und beeilen macht hier vor ort auch gar keinen sinn, die dinge scheinen ihre eigene zeit zu haben.. und wenn man sich dem tempo brav anpasst und sich treiben laesst, kommt die entspannung ganz von alleine...

vor fast zwei wochen bin ich in ulan ude in den zug gestiegen und ueber nacht in nach ulaan baatar, die haupt- und ueberhaupt stadt der mongolei gefahren.
vorher hab ich mir noch von russischen schlawinern beim in den bus steigen die funke klauen lassen, und nach dem hilfreichen einsatz meiner wunderbaren gastgeber tania und vldimir, einem russisch/buriatischen und damit christlich/buddhistischen ehepaar, die ein guesthouse ausshalb der stadt betrieben und mir sehr ans herz gewachsen sind, war dann auch irgendwann die karte gesperrt und eine anzeige aufgegeben (darauf bestanden die beiden).

am naechsten morgen habe ich auf dem schwarzmarkt noch einen 80cent wecker erbeutet, damit ich beim zugfahren nicht vollends aufgeschmissen bin. die zuege naemlich verkehren in russland komplett nach moskau-zeit, und mit der zeitverscheibung nach sibirien und der zeitzurueckverschiebung in die mongolei und den insgesamt sieben stunden aufenthalt an irgendwelchen grenzposten, zu denen man besser wach ist um die siebzehneinhalb formulare auszufuellen ... jedenfalls wollte ich eine uhr, und mit der bin ich dann in den zug gestiegen und hatte, wunder ueber wunder, ein ganzes abteil fuer mich alleine.

beim ersten halt am russischen grenzposten wurden die vodka und wasservorraete aufgefuellt und wir koestlich unterhalten von einer norwegischen chorreise, die den bahnsteig mit grandprix hits beschallten - jeder wurde gefragt, woher er kam, und mir wurde "lass die sonne in dein herz" vorgetragen... hach. noch schoener war nur, wie die russen sich ueber ihr geschenktes lied gefreut haben!
danach wurden wir zur passkontrolle wieder zurueck in den zug verfrachtet, und das grauen nahm seinen lauf. vodka gabs viel, wasser auch - aber ab da war fuer die kommenden sechs stunden die toilette gesperrt. frauen am rande des nervenzusammenbruchs....

beim aufwachen: steppe. jurten. rauhreif auf jedem grashalm. und die sonne kam durch. mongolei!
ich wollte sofort aussteigen, bin dann aber doch noch nach ub gefahren, um mir ein handy und eine mongolische telefonkarte zu besorgen, hat prima geklappt. und fuer alle, die jetzt haemisch grinsen, weil ich nicht ohne funke sein kann: keiner kann in diesem land ohne funke sein; es gibt naemlich faktisch kein festnetz. aber in fast jeder jurte ein handy, das notfalls ueber die solarzelle des 5 km entfernten nachbarn geladen wird. mongolen sind sms-suechtig. und sie wissen uebrigend ueber deutschland neben fussballernamen gerne, dass unsere kanzlerin auch gern sms schreibt.
apropos: festnetz gibts keins, postzustellung auch nicht - und der versuch, meine briefwahlunterlagen postlagernd ans hauptpostamt ulaan baatar zu senden, muss auch als gescheitert betrachtet werden. wenn also einer der chronischen nichtwahler unter meinen freunden mir den gefallen taete, diesmal da hinzuschlappen und an meiner stelle gruen zu waehlen? gerne auch mehrere... danke!!

ich bin also nach erfolgreichem handykauf direkt wieder in den zug gesprungen und zurueck zur russischen grenze, wo martin und minjie eine farm betreiben und gaestejurten haben. immerhin wollte ich hier ja reiten lernen!
diese farm ist zwar sehr untypisch fuer die mongolei, aber zum eingewoehnen und zumindest die gruendzuege der sprache lernen wars klasse - und neben ersten schritten auf dem pferd habe ich aus versehen sogar den grundkurs milchwirtschaft abbekommen, inklusive melken, pasteurisieren, sahneschoepfen, quark pressen und kaese trocken. sogar die nachwirkungen des schlachttages .... zum glueck graust es mir ja vor nix.
fuer alle die sich nun fragen, ob ich auf cowgirl umsattle: nein.
vier tage vergingen im flug - die stunden hier sind nicht nur unterschiedlich lang und breit, sonder auch schnell vertratscht. ausser dem melkstress morgens und abends wird naemlich landesweit viel wert auf pause gelegt. man trinkt sich mit halbvergorener stutenmilch ein mittagsraeuschchen an, doest und kloent ein wenig und schon ists wieder zeit, die viecher zusammenzusammeln.


einen ausflug zum kloster amarbayasgalant gabs dazwischen - doch weil es hier als schlechtes omen gilt, vorab zu fragen, wie weit was weg ist und was wie lange dauert, fand ich mich mit meinem wackeren fahrer auf einem vierstuendigen ritt ueber schotterpisten inmitten der wirklich atemberaubendsten landschaft, die mir bislang begegnet ist. leider laesst sich diese fotografisch bislang von mir nicht einfangen, vielleicht kann ich es aber beschreiben: eine schotterpiste laeuft wie die gischtspur eines bootes durch ein endloses meer aus mal kleinen, intensiv duftenden krautern, mal langem, schon gelbem harten gras. die sanften huegel wirken wie seegang, dann und wann ein fels, um den das gras sich bauscht wie brandung - am rand sind berge zu erkennen. darueber ein blitzblauer himmel mit einzelnen, schell reisenden wolken, deren schatten uber das grasmeer fliegen. immer wieder kleine weisse punkte, die beim naeherkommen zu jurten werden - und eine herde halbwilder pferde.
das kloster hatte dann natuerlich auch schon "technische pause" als wir ankamen, aber die fahrt und das gemeinsame abwechselnd das autoradio uebersingen gehoert sicher zu den highlights. meine fassung von "dsching, dsching, dschingis khan" kam ziemlich gut...
gsungen wird hier ueberhaupt gerne. zeit fuer ein deutsches sprichwort: "wo man singt, da lass dich nieder, ..."

dann ging es singend per sammeltaxi zurueck nach ulaan baatar. das war das sprichworttaxi - mit der netten englischlehrerin auf dem beifahrersitz, die zwischen mir, dem fahrer und den zwei polizisten, zwischen denen ich auf der rueckbank eingeklemmt war, uebersetzt hat. leider wars so wackelig, dass meine mitschreibversuche nur in teilen zu entziffern sind .
hier in ub gabelte ich in einem guesthouse zwei hollaender auf, die ich mit sanfter gewalt dazu ueberreden konnte, nicht die 4days/3 nights tour des guesthouses zu buchen, sondern mit mir zu ger to ger, einem social community based tourism project, zu laufen, und dort nach einem zweistuendigen vorbereitungskurs ueber nomadenleben, benimm und sprache eine nomadenvertraegliche abenteuertour anzutreten.
da es an diesem tag in der stadt schon grausig kalt war, haben wir uns auch erstmal auf dem schwarzmarkt mit langer unterwaesche eingedeckt - aber zum glueck ist es nur nachts kalt, tagsueber scheint die sonne vom immer blauen himmel und macht gute laune, auch wenn der wind mal schaerfer weht. es brauchte ein paar tage, bis ich mich da dran gewoehnt hatte - ich muss nicht mehr bei jedem sonnenstrahl schnell raus ins freie, das wetter ist hier wohl dauernd schoen.

ger to ger - das ist uebernachten bei gastfamiliene und weiterreise mit deren transportmittel (also kamel, pferd, ochsenkarren) - und dazwischen einfach mal gucken, wie das so ist...

eigenwillig ist das. zum einen sind das natuerlich keine touristikunternehmer, sondern schaf- und ziegenzuechter, die sich mit den ger-to-ger-gaesten ein dringend benoetigtes zusatzeinkommen verschaffen - und da gibt es durchaus momente, wo ich mich als stoerfaktor fuehlte.
dann ist die verstaendigung wirklich schwierig, man hangelt sich auf beiden seiten so am phrasebook entlang und spricht doch alles falsch aus. die schoenen erfahrungen aber machen das wett - wenn wir vor dem abendlichen melken mit den soehnen ausgezogen sind, um die herde zu suchen, und sie dann in den pferch zu treiben - oder beim kochen, oder spielen mit den kindern - da funktioniert kommunikation ganz ohne worte.

bis auf das unvermeidliche handy herrscht einfach finsteres mittelalter, was hygiene und komfort angeht. fliegen und schafkoettel ueberall. und dazu wassermangel...
nach der morgentoilette (die im wesentlichen aus einer haar- und einer zahnbuerste besteht und nicht etwa in einer badezimmerjurte oder ueberhaupt in der jurte, sondern hinter dem naechsten huegel stattfindet) wird mein kleiner zivilisationsluxus der feuchten tuecher saeuberlich verbrannt... ueber die tatsache, das man hier kein toilettenpapier verwendet, mag ich gar nicht nachdenken. aber wie so vieles hab ichs wohl einfach noch nicht aus dem richtigen blickwinkel gesehen - vielleicht riechen nomadenmaedchen nur nach veilchen und honig, weil ihre diaet nur aus milch und fleisch besteht???



die transfers und ausfluege hingegen waren wunderbar - auf kamelen zu einer heiligen pferdebegraebnisstaette, im ochsenkarren in die duenen und dort, tatsaechlich, bringt mir ein hutzelmaennchen, das in wahrheit auch erst vierzig ist, reiten bei. naja... zumindest auf sand ohne steine dazwischen fanden das pferdchen und ich galopp gut. der mongolische trab hingegen ist auf einem mongolischen holzsattel nicht fur mich gemacht. ein glueck ist hier schon strumpfhosenwetter - meine mit blauen flecken gesegneten beine waeren eine zumutung fuer die sehr schicken staedter hier.
aber spass machts schon :-)

auf der rueckfahrt dann bin ich zufaellig jemanden begegnet, von dem ich in deutschland schon gelesen hatte - und den ich unbedingt kennen lernen wollte: dem gruender und organisator der buecherbruecke. die haben im letzten halbjahr einen container voller englischer schul- udn kinder und jugendbuecher gesammelt und in einer kleinen kreisstadt, mit der sie schon seit ein paar jahren pfadfinderaustausch betrieben, eine leihbibliothek aufgebaut.

seit gestern bin ich nun wieder in ulaan baatar, beantworte emails, lade fotos hoch (wer auf picasa mein freund werden will: frauandreafischer) guck mir ein museum am tag an und bummel ein bisschen, bevor freitag das voluntary projekt in einer secondary school anfaengt. freu mich schon sehr da drauf, und werde berichten - aber auf der anderen seite wuerde ich gerne auch oona und ihre buecherei bsuchen, und noch sooo viel sehen hier.
ich glaub, ich versuch morgen, meinen zug nach peking nach hinten zu verschieben und mein visum zu verlaengern.

"solange der vater gesund ist, lerne menschen kennen. solange dein pferd stark ist, reise und lerne orte kennen" sagt ein anderes mongolisches sprichwort. mit meinem vater hab ich eben telefoniert, dem gehts prima. pferd hab ich keines - aber solange mein konto noch gesund ist, bin ich unterwegs....

wie es mir mit einer mongolischen horde englisch-schueler geht, wann die reise wohin weitergeht - bald mehr. so in ca zwei wochen.

bis dahin liebe gruesse und schoene wiesn!

Freitag, 4. September 2009

irkutsk - olchon - ulan ude

((ich weiss, das gehoert sich nicht - aber ich habe diesen post nochmal editiert. mir sind zuviele sachen eingefallen, die fehlen... nicht nur die fotos. und zuviele fehler aufgefallen. muss ich muede gewesen sein...sorry !) )

erst transsib, dann transbaikalien - vor ein paar wochen noch haette ich nicht genau gewusst, wo ich das auf der weltkarte suchen soll. und jetzt waren wir da, am baikalsee.
gross, tief, blau, schamanisch verklaert, wunderschoen und (ja, auch das) kalt.


zuallererst und zur ehrenrettung muss ich meinen ersten eindruck von modischen fehltritten in irkutsk korrigieren - kaum naemlich hatte ich den letzten post gepostet, fand ich mich nach dem bummel uber die fein herausgeputzte ul. karla marksa an der uferpromenade zwischen lauter wirklich huebschen und eindrucksvoll gut angezogenen menschen wieder, die (und das war dann der gruselige teil) am samstagabendprogramm der putinschen nationalisten teilnahmen:
erst wurde von einem kampfanzugtrager auf patriotismus eingepeitscht inkl. flaggenschwenken und russlands-faehnchen zum anbinden, dann gaben offenbar sehr beliebte jugendliche anzugtraeger ein open air konzert. uns wars mulmig und wir sind mal weiter an der angara entlang spaziert. und zwei ecken weiter fanden wir uns inmitten alter sibirischer holzhaeusschen wieder, die nun wirklich runtergekommen waren. schon kontrastreich...

diese huebschen, alten, bestimmt denkmalgeschuetzten holzhaeuser brennen uebrigens gerne mal ueber nacht aus. ob das immer unfall ist? an einer noch schmauchenden ruine jedenfalls kam wir vorbei, und betroffen wirkte da niemand ...

wir haben von irkutsk aus einen sehr schoenen ausflug in ein etnografisches freilichtmuseum gemacht, sind zwischen vor den fluten des staudamms geretten kosacken-blockhaeusern und burijaten-holzjurten herumgestromert und ich konnte die kulisse fuer den countryside-teil von anna karenina aufsaugen. dieses buch zog sich ewig, sei an der stelle gesagt.
echter
e-reader nachteil: du merkst mangels gewicht erst gar nicht, dass du dir so einen schinken ans bein bindest.
und im anschluss haben wir noch den beliebten ausflugsort listvianka besucht. der schoene teil: stilecht am strand raeucher-omul mit den fingern essen. der weniger schoene teil: der beliebte ausflugsort listvianka ist genau das: eine budenstrasse am see.

bin doch froh, dass wir in irkustk in dem schoenen bisnis-hotel eine nacht verlaengert haben. noch dazu, weil die nur im upgrade auf die suite moeglich war. walzertanzen im salon war das mindeste, was wir rucksacktouristen da tun konnten, um den mangel an ballkleid und louis vuitton kofferset auszugleichen. da macht auch der regenmontag nix mehr, an dem wirklich alles geschlossen hatte - ausser dem ausrangierten eisbrecher, der vor fertigstellung der baikalbahn im sommer passagiere und gueter der transsib uber den see transportiert hat (im winter haben sie zwei jahre lang einfach die schienen uebers eis gelegt! )


als nachstes ging es auf die insel olchon. da der kreuzfahrtdampfer leider gerade in der inspektion war, sind wir wieder in die realitaet ab- und in einen rappelvollgepackten minibus eingestiegen. und 6 stunden spaeter konnten wir dann unserere verknoteten beine auf einem wunderschoenen sonnenuntergangsspaziergang zum ufer vertreten und sie schliesslich auf der harten pritsche wieder ausstrecken. (und weil andrea andrea ist, sind wir am naechsten tag nochmal umgezogen in ein huebscheres, helleres, saubereres zimmer, aber ab da war es dann traumhaft. die “nimm nie das erste zimmer”- regel gilt nicht nur in italien und indien...)

highlights der nachsten 5 tagen waren zweimal der sprung in den baikal (jawoll!) lange strandspaziergaenge, wilde fahrten ueber noch wildere pisten, heitere horsebackriding-versuche (was mir sehr leid tat: mein pferd hatte blaehungen und war nicht zu bewegen, in der herde mitzulaufen – vielleicht aus hoeflichkeit den anderen gegenueber? oder das arme viech war einfach alle – kein wunder, ich haette auch nicht mit bauchweh reiten wollen…)
und dann noch: viel blinis mit kronsberen-marmelade, viel fisch (omul in allen denkbaren zubereitungsformen) und abends in die banya.

der einzige gruselmoment war die illegale muellkippe hinter dem ort. heineken hat der insel zwar eine generalentruempelung und ein muellsammelsystem zu selbstkosten spendiert, deswegen ist es auch schoen sauber - aber offenbar koennen es ein paar nicht lassen und nehmen die 1000 rubel strafe in kauf. und so sieht es dann ueber die flaeche eines fussballplatzes im wald aus.

der schoenste platz der insel ist aber sicherlich vor dem ort an der kueste - der schamenfelsen. zugang fuer frauen gesperrt, zuviel meannliche energie laut den schamanenregeln, und uberhaupt ist weibsvolk unrein. an solche regeln haelt sich die brave kulturreisende ja: ich habe also robert mit kamera ruebergeschickt - um dann festzustellen, dass der blick vom ufer aus tausendfach schoener ist. da sollen sich die herren schamanen ruhig auf der insel in szene setzen ...
urlaub in sibirien hat was - nicht zuletzt wirklich beeindruckende landschaft und lichtverhaltnisse. meine neue kamera hat sich gefeut…


danach ging es weiter nach ulan ude, die hauptstadt burjiatiens und schon ziemlich mongolisch. was mir sehr gefaellt. kleine stadt, viel volk auf der strasse – besonder schoen wars am ersten september, dem ersten schultag, als sogar studentinnen als schulanfaengerinnen verkleidet duch die strassen zogen – was im wesentlichen bedeutet, dass sie zu weissen blusen, struempfen und schleifen im haar schwarze kleidchen in kindergroesse und die unvermeidlichen killerheels tragen. aber es gab auch die punk und emo-variante…



wir wohnten hier in ulan ude wirklich spektakulaer: im 11. stock des vormals ersten hotels am platze, einem charmanten sovjet-bunker mit blick auf den 5 meter hohen leninkopf am sovjetskaja-platz. dort wird tagtaeglich fuer das spektakel zum stadtgeburtstag aufmarsch und baenderturen trainiert - eigenwillige zeitreise…

tagsueber haben wir ein buddhistisches kloster besichtigt, in dem der fuer russland zustaendige oberlama residiert, und in dem ein eingesalzer lama aus den dreissigern demnaechsst ganz gross als meditationswunder ausgestellt wird, und noch ein freilichtmuseum (ja, da hab ich ein liking fuer. nein, ich war noch nicht im markus waasmeier museum. ja, ich komm mit - nur falls einer fragt). und meine leibspeise der woche sind riesen-pelmeny. buriatische fleischpflanzerl im nudelteig – lecker! ich hab mir sagen lassen, dass die in der mongolei oefter kommen.


aber dann hiess es gestern abschied nehmen: ich musste meinen liebsten ins flugzeug setzen, denn der will lieber nach korfu und serbien zu seinen physikern-spielkameraden als mit mir in die mongolei (na, so kann man das vielleicht nicht sagen)
jedenfalls fehlt mir mein sputnik. das heisst eigentlich naemlich reisebegleiter und gefaehrte ....
jetzt hab ich noch eine nacht in ulan ude, morgen mittag steig ich in den zug und uebermorgen wach ich in der mongolei auf.

mehr von meinem nomadenleben und meiner reise zu den mongolischen nomaden gibts an dieser stelle in voraussichtlich zwei wochen, dann beginnt das volunteer-camp in ulan baatar.

bis bald und moege der himmel ueber euch immer blau sein!